Konjaknudeln
Aus dem Alltag

Konjaknudeln / Shiratakinudeln im Test (Produktplatzierung)

Nudeln aus der Konjakwurzel, glutenfrei, ballaststoffreich und fettfrei. Wie schmecken Nudeln mit 9 kcal / 100 g? Wie kann man sie servieren? Ich habe es getestet!

 

Ich bin vor etwas mehr als drei Jahren erstmals mit diesen speziellen Nudeln in Kontakt gekommen. Damals noch von einer anderen Firma. Meine Mama hat zu diesem Zeitpunkt eine Diät gemacht und ist auf der Suche nach einem Nudelersatz auf die Konjaknudeln gestoßen. Man muss sagen, dass sie bei Essen manchmal ziemlich schmerzfrei sein kann, dementsprechend hatte sie keine hohen Erwartungen an die Nudeln, ich hingegen war damals schon neugierig und hatte sie genauestens unter die Lupe genommen 🙂 Mein erster Eindruck als meine Mama damals die Verpackung geöffnet hatte war „Oh Gott, das riecht absolut wiederlich“. Die Nudeln hatten einen starken fischigen Eigengeruch. Dieser sollte sich lösen, wenn man sie gründlich abspült.

Was ist es?

Aber erst einmal zur Erklärung, was das eigentlich genau für „Nudeln“ sind. Die Nudeln ähneln vom Aussehen den Glasnudeln, sind allerdings etwas dicker. Sie bestehen weitestgehend aus Wasser und dem ballaststoffreichen Mehl der Konjakwurzel (Glucommanne). Die Konjakwurzel ist die Knolle der so genannten Teufelszunge, einer Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien, die Nudeln sind heute im japanischen und chinesischen Raum äußerst beliebt. Das Konjakmehl wird in Japan allerdings nicht nur in Lebensmitteln verwendet, sondern findet seit Hunderten von Jahren auch in der Heilkunde seinen Einsatz.

Abnehmen und Wundermittel

Die Konjakwurzel gilt mittlerweile als Wundermittel beim Abnehmen (dies wurde sogar wissenschaftlich belegt). Doch woran liegt das? Welche Eigenschaften sorgen dafür, dass man damit abnehmen kann?

  1. Die Konjakwurzel macht satt: Die Glucomannane (Ballaststoffe) im Konjakmehl quellen zusammen mit Wasser im Magen auf und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
  2. Sie zügelt den Appetit: Dadurch, dass der Magen mit der gelee-artigen Masse gefüllt ist, die entsteht wenn das Konjakmehl mit Wasser im Magen zusammen kommt, hat man weniger Appetit und isst dementsprechend kleinere Portionen.
  3. Die Konjakwurzel bindet Fette: Neben Wasser bindet Konjak auch die Fette aus der restlichen Nahrung. Insgesamt nimmt der Körper dadurch weniger Fett auf, lagert weniger davon ein und scheidet es unverwertet wieder aus.

Außerdem soll die Konjakwurzel weitere gesundheitliche Vorteile haben. Zum einen senkt sie nachweislich den Cholesterinspiegel, wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und kann eine Hilfe bei Darmbeschwerden sein. Die Konjakwurzel enthält bis zu 40 % Ballaststoffe und besitzt weniger Kalorien als eine Salatgurke.

So, aber zurück zu der Nudelgeschichte. Meine Mama hatte sie damals dann wie empfohlen gründlich abgewaschen und nachdem der erste Schreck über den Gestank verflogen war, haben wir festgestellt, dass auch der Gestank an sich durch das Waschen verschwunden ist. Es konnte also an´s Kochen und Essen gehen. Die Nudeln brauchten damals im kochenden Wasser nur knapp 3 Minuten. Da ich ja nun mal sehr neugierig bin wollte ich diese speziellen Nudeln dann doch auch mal probieren (damals waren es „Spaghetti“). Die Nudeln hatten durchaus auch eine Form von Spaghetti, allerdings waren sie weiß / durchsichtig. Fazit damals: Geschmacklich neutral, Konsistenz nicht mein Fall.

Vor einigen Wochen hat mich dann Frederike vom Shop Vitanu.de angeschrieben und mich gefragt, ob ich die Nudeln mal testen möchte. Da ich seit der Diät meiner Mama vor drei Jahren nicht mehr mit den Nudeln in Berührung gekommen bin, war ich zumindest neugierig, ob sich an Konsistenz und Angebot (nicht nur Spaghetti) etwas getan hat. Also habe ich zugesagt, die Konjaknudeln zu testen.

Konjanudeln Vitanu

Für mich waren die Nudeln nicht aufgrund ihres gesundheitlichen Aspektes interessant. Auch die Tatsache, dass sie kaum Kalorien haben, hat mich nicht wirklich gereizt (ich gönne mir dann lieber eine Portion „richtige Pasta“ weniger). Ich war einfach neugierig und wollte den Nudeln aufgrund meiner Vorgeschichte nochmal eine Chance geben. Als ich das Testpaket geöffnet habe, war ich erst einmal überrascht von den verschiedenen Sorten. Neben den mir bekannten „Spaghetti“ waren auch „Tagliatelle“, „Noodels“ und sogar „Reis“ dabei. Von dem breiteren Angebot war ich also schon mal überzeugt. Ich kannte und kenne die Nudeln nur eingelegt in Wasser. Es gibt sie aber wohl neben dem feuchten, auch in einem trockenen Zustand zu kaufen.

Vielleicht erst mal noch ein paar Randbemerkungen:

Auf 100 g haben die Nudeln:

  • 9 kcal
  • 0,2 g Eiweiß
  • 4,4 g Ballaststoffe, davon 3,15 g Glucomannane

Auf 100g hat der Reis:

  • 7 kcal
  • 0 g Eiweiß
  • 3,5 g Ballaststoffe, davon 3,15 g Glucomannane

Sie bestehen laut Zutatenverzeichnis aus Wasser, Konjak (Glucomannan), Haferfasern (aus kontrolliert biologischem Anbau) und einem Säureregulator (Kalziumhydroxid)

Der Geschmackstest

Ich habe die Nudeln / den Reis „trocken“, also ohne Soße und dann auch noch mit einer Soße serviert probiert. Das erste was mir wieder aufgefallen ist, war der Geruch. Wieso diese Nudeln so fischig riechen weiß ich ehrlicherweise nicht, es ist wahrscheinlich einfach ein Eigengeruch. Die Nudeln sind in einer Flüssigkeit eingelegt. Diese wird abgegossen und dann soll man sie unter warmen Wasser abspülen, bis der Geruch verflogen ist (Informationen auf der Verpackung). Anschließend werden die Nudeln / Reis unter Rühren in einer Pfanne oder einem Wok erwärmt. 

Der Geruch ist nach dem gründlichen Waschen tatsächlich verschwunden. Im Vergleich zu den Nudeln von damals hatten diese hier eine gelblichere Farbe, waren nicht so durchsichtig und dementsprechend rein äußerlich den „echten Nudeln“ näher. Alle getesteten Produkte schmecken sehr neutral, sie leben quasi von einer guten Soße. Allerdings ist die Konsistenz der Nudeln nach wie vor nicht mein Fall. Sie sind sehr „schlibberig“, irgendwie gummiartig und glitschig. Geschmacklich sind sie daher für mich mit normaler Pasta nicht zu vergleichen.  

Den Reis habe ich in einem asiatischen Hühnchen-Curry verwendet. In Kombination mit den vielen weiteren Zutaten und Gewürzen fand ich ihn ganz lecker. Die Konsistenz war angenehmer im Vergleich zu den Nudeln, was wahrscheinlich an der „kleineren Form“ liegt. 

Fazit

Nach anfänglicher Überwindung und dem gründlichen Waschen der Produkte, riechen und schmecken sie absolut neutral. Dementsprechend sind sie vielseitig einsetzbar und können eine tolle Zugabe in Rezepten sein. Allerdings muss ich auch ganz klar sagen, dass es sich hierbei um Produkte handelt, die absolute Geschmackssache sind. Einige Bekannte von mir schätzen diese Nudeln sehr und verwenden sie regelmäßig, andere wiederum können mit der Konsistenz und dem „faden“ Geschmack nicht viel anfangen. Der gesundheitliche Aspekt dieser Produkte und auch die Tatsache, dass sie bei einer Diät als „Nudelersatz“ verwendet werden können, ist wie ich finde sehr positiv. Im Shop von Vitanu.de kosten alle 4 Produkte übrigens jeweils 2,95€ für 200 g. Wer ein Fan von der asiatischen Küche ist und gerne Glasnudeln oder Ähnliches isst, findet an diesen Nudeln und auch an dem Reis sicherlich Gefallen. Jeder der Interesse an diesen Nudeln hat, probiert sie am besten aus und macht sich ein eigenes Bild 🙂

Eure Fabienne

 

*Die getesteten Produkte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt!

Kommentare (6)

  • Schade, ich hätte gerne erfahren warum Vitanu Konjaknudeln so fischig riechen. Ich mag die „glasnudelige“ Konsistenz, aber der Geruch beim Aufschneiden der Verpackung ist alarmierend… irgendwie modrig… ich wüsste gerne warum!

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    • Liebe Katharina,

      ich kann deinen Einwand sehr gut verstehen. Der Geruch ist nämlich auch für mich ein Hindernis gewesen. Leider konnte ich nicht herausfinden, woran es genau liegt, dass die Konjaknudeln einen so starken Geruch haben. Ich möchte demnächst die Kajnok Nudeln ausprobieren. Die sind ja auch aus der Konjakwurzel hergestellt, sollen aber (anders als die Shirataki Nudeln) keinen Geruch haben. Vielleicht ist das angenehmer, mal schauen!

      Liebe Grüße
      Fabienne

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  • Hm, sehr interessant! Konjaknudeln habe ich tatsächlich noch nie ausprobiert, aber auch schon einiges davon gelesen. Sinn machen Ballaststoffnudeln zwar, aber wenn der Genuss drunter „leidet“…. :/ Ob ich wohl meinen Freund davon überzeugen könnte…? Ich glaube nicht, er ist ein Riesen-Pasta-Fan. Ich greife immer zur Vollkorn-/Dinkelvariante, da reichen mir auch locker 60g Nudeln, da sie doch sehr satt machen.
    Liebe Grüße, Emilie 🙂

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    • Ja man liest eine ganze Menge darüber. Deshalb war ich auch neugierig und wollte für mich selbst nochmal testen, ob das was für mich ist 🙂 Das kann ich dir auch nur empfehlen. Ich konnte meinen Liebsten auch nicht recht davon überzeugen, mach dir nichts draus 🙂 Man muss für sich selbst entscheiden, ob man den „Originalen“ treu bleibt oder eben mal ein bisschen rumexperimentiert.
      Liebe Grüße
      Fabienne

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  • Sieht lecker aus! Ich liebe deinen Blog, hast immer so tolle Ideen!

    https://sleeve7.com/de/

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    • Vielen Dank 🙂

      Schön, dass dir mein Blog so gut gefällt. Das freut mich riesig zu hören 🙂
      Fühl dich Willkommen!

      Liebe Grüße
      Fabienne

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