Aus dem Alltag

Buchrezension: Paleo – make it sweet

Heute kommen wir zu einer weiteren Buchrezension. Ich stelle euch das Buch „Paleo – make it sweet“ etwas genauer vor, verrate euch ein Rezept aus dem Buch und berichte euch über meine Meinung dazu.

 

Nachdem es in der letzten Buchrezension um das mehlfreie Backen ging, dreht sich das heutige Buch um die Paleo-Ernährung. Vor diesem Buch habe ich mich mit einer Paleo-Ernährung wenig befasst. Grob hatte ich ein Bild im Kopf, was eigentlich Paleo bedeutet. Für mich umfasste diese Ernährung Fleisch, Gemüse, kein Getreide und kein Zucker. Dennoch ist Paleo, allem Anschein nach, so viel mehr als das. Ich war also sehr gespannt auf das Buch. Aber bevor wir damit anfangen, gebe ich euch zum Einstieg in die Rezension ein paar Eckdaten. 

Eckdaten:

Titel: Paleo – make it sweet

Autorin: Karine Gohr

Verlag: Christian

Preis: 29,99 €

Seitenanzahl: 224

Format: 19 x 2,2 x 25,5 cm

Hinweis für Allergien und Unverträglichkeiten:

Während meinen Recherchen zur Paleo-Ernährung bin ich immer wieder auf eine Message gestoßen: „Es gibt nicht die eine Paleo-Ernährung“. Ich habe das Gefühl, jeder macht das ein bisschen anders. Denn gerade das Thema Milch und Milchprodukte scheinen in der Paleo-Ernährung heiß diskutiert zu sein. In dem Buch, um das es heute geht, werden keine typischen Milchprodukte in den Rezepten verwendet. Lediglich Fette wie Ghee kommen zum Einsatz, Milch wird mit Nussmilch ersetzt und Kokosöl landet auch in einigen der Rezepte. Für Alle unter euch, die keine Laktose, oder kein Milcheiweiß vertragen, ist das schon mal ein guter und erwähnenswerter Punkt.

Glutenfrei sind natürlich auch alle Rezepte, denn man verzichtet bei der Paleo-Ernährung auf die gängigen Getreidesorten. 

Süßungsmittel sind hauptsächlich Kokosblütenzucker, getrocknete Früchte und Honig. 

Eier sind in fast jedem Rezept enthalten. Nüsse kommen auch recht häufig vor, ob als Kokosöl, gemahlene Mandeln, Mandelmilch, Kastanienmehl usw. 

Aufbau und Kapitel:

Das Buch besteht aus mehreren Kapiteln, inklusive Einführung in das Paleo-Backen, Umsetzungstipps und einem Rezeptregister.

Nach dem Vorwort der Autorin, folgt die Einführung und ein kurzes Kapitel zum Thema „Paleo-Backen in der Praxis“. Dann geht´s auch schon los mit den Rezepten, die da wären:

  1. Kuchen und Torten
  2. Schokoladenkuchen
  3. Tartes & Obstkuchen
  4. Mini-Kuchen & Kekse
  5. Waffeln, Crepes und süße Brötchen
  6. Cremes & Desserts
  7. Heiße Getränke
  8. Grundrezepte

Danach folgen noch das Register, Hersteller & Literatur, Impressum und eine Danksagung.

Paleo - Make it sweet Rezension

Das erste Kapitel „Kuchen und Torten“ erstreckt sich über die Seiten 34 bis 61 und beinhaltet 14 Rezepte. Leckereien die ihr unter anderem in diesem Kapitel findet, sind ein Zitruskuchen, ein Sauerkirsch-Mohn-Kuchen mit Zimt und eine Geburtstagstorte mit Beeren. 

Das zweite Kapitel „Schokoladenkuchen“ erstreckt sich über die Seiten 62-77 und beinhaltet 8 Rezepte. Hier gibt es unter anderem einen magischen Schokoladenkuchen, eine cremige Kakaotarte mit Roter Beere und ein fruchtiger Schoko-Nuss-Kuchen. 

Das dritte Kapitel „Tartes & Obstkuchen“ erstreckt sich über die Seiten 78-91 und beinhaltet 7 Rezepte. Zu entdecken gibt es hier unter anderem eine Heidelbeertarte, eine Tarte Tatin mit Aprikosen und Pistazien und einen Mango-Himbeer-Cobbler.

Das vierte Kapitel „Mini-Kuchen & Kekse“ erstreckt sich über die Seiten 92-135 und beinhaltet 24 Rezepte. Einige Beispiele sind Financiers mit Zitronenverbene und Himbeere, Erdbeer-Engelsaugen und Madeleines. 

Das fünfte Kapitel „Waffeln, Crepes & süße Brötchen“ erstreckt sich über die Seiten 136-151 und beinhaltet 8 Rezepte. Einige Rezeptbeispiele sind Crepes mit Kochbananen, knusprige Maniokwaffeln und Rosinenbrötchen mit Zimt. 

Das sechste Kapitel „Cremes & Desserts“ erstreckt sich über die Seiten 152-171 und beinhaltet 11 Rezepte. Leckereien, die sich in diesem Kapitel unter anderem finden sind gratinierte Orangen mit Bananen-Kokos-Eis, Matcha-Pudding mit Mango-Passionsfrucht-Salat und Espresso-Schoko-Chia-Pudding.

Das siebte Kapitel „heiße Getränke“ erstreckt sich über die Seiten 172-181 und beinhaltet 5 Rezepte. Unter anderem findet ihr hier einen Matcha-Latte, eine heiße weiße Schokolade und einen Zichorienkaffee mit Zimt. 

Das achte Kapitel „Grundrezepte“ erstreckt sich über die Seiten 182-215 und beinhaltet 32 Rezepte. Unter anderem gibt es hier eine Maronencreme, Mürbeteigvariationen und eine Vanillecreme für Cupcakes. 

Paleo - Make it sweet Rezension

Layout, Bilder und Design:

Ich persönlich bin immer ein Fan von größeren Büchern, in denen man richtig schön schmökern kann. Die Größe des Buches gefällt mir deshalb sehr gut. Die Seiten sind sehr übersichtlich gestaltet, die Farben sind nicht zu grell sondern eher pastellig oder gedeckt. Die unterschiedlichen Schriftarten auf den Rezeptseiten sorgen für Abwechslung. Die Rezeptbeschreibungen sind klar und verständlich formuliert. 

Paleo -make it sweet Rezension

Der Großteil der Rezepte hat jeweils eine Doppelseite. Manche Rezepte wurden allerdings zusammengefasst, sodass sich beispielsweise auf einer Seite 4 Rezepte befinden. Auf einem Gesamtbild wurden dann all diese vier Rezepte geshootet. 

Das Buch hat durch die Bilder eine sehr persönliche Note bekommen, da die Autorin mit ihrer Familie auf vielen Bildern abgelichtet wurde. Ich denke, dass der Leser durch die Fotos einen Einblick in das Familienleben und den Ernährungsalltag der Autorin bekommen sollte. 

Getestete Rezepte:

Wie immer habe ich mehrere Rezepte aus dem Buch getestet. Da ich ein absoluter Schokoladenfreak bin, musste ich natürlich etwas mit Kakao ausprobieren. Da hat mich der „Magische Schokokuchen“ auf Seite 66 angelacht, denn dieser sollte laut Beschreibung mehrere Konsistenen aufweisen. Ich war von dem Ergebnis positiv überrascht. An der Kuchenoberfläche und am Kuchenboden hatte der Kuchen eine festere, teigartige Konsistenz und in der Mitte war er cremig und erinnerte an einen festgebackenen Pudding. Geschmacklich hat der Kuchen mich sofort überzeugt, auch, weil er durch den Kokosblütenzucker angenehm süß war. 

Als nächstes hatte ich mich an der Avocado-Schokocreme und der Vanillecreme für Cupcakes von Seite 206 probiert. Beide hatte ich als Cupcake-Topping verwendet, zwischendurch wurden beide Cremes aber auch mal pur vernascht 🙂 Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Besonders die Avocado-Schokocreme ist mal etwas anderes und wirklich vielseitig einsetzbar. 

Ich bin ein großer Fan von Mürbeteig und fand deshalb die 4 verschiedenen Mürbeteig-Grundrezepte sehr spannend. Der Erdmandelmürbeteig von Seite 187 hat mich geschmacklich sofort überzeugt. Der leicht nussige Geschmack kam wunderbar zur Geltung. Ebenso fand ich den Maniok-Kastanien-Mürbeteig von Seite 186 sehr lecker, hier kamen beide Komponenten geschmacklich gut raus. 

Gesamtfazit:

Mir gefällt das Buch sehr gut! Ich finde es immer wieder spannend mich mit anderen Ernährungsformen auseinander zu setzen. Durch den Schwerpunkt Paleo habe ich also wieder etwas neues gelernt 🙂 Das Buch kann ich allen empfehlen, die sich glutenfrei ernähren müssen und möchten und zusätzlich Probleme mit Laktose oder Milcheiweiß haben. Außerdem wird kein handelsüblicher Raffinade – Zucker in den Rezepten verwendet. Das Buch ist optisch einladend gestaltet und bietet sich zum ausgiebigen Durchstöbern der Rezepte sehr gut an. Ich hoffe wie immer, dass diese Buchrezension hilfreich für euch war und ich euch einen guten Einblick in das Buch bieten konnte 🙂 Jetzt füge ich euch natürlich noch das Rezept für den „Magischen Schokokuchen“ ein. 

Eure Fabienne 

Magischer Schokokuchen
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Prep Time
15 min
Cook Time
45 min
Total Time
1 hr
Prep Time
15 min
Cook Time
45 min
Total Time
1 hr
Zutaten für eine 24er Springform
  1. 120 g Ghee
  2. 4 Eier
  3. 110 g Kokosblütenzucker
  4. 30 g Maniokmehl
  5. 20 g Kochbananenmehl
  6. 20 g Kastanienmehl
  7. 50 g Kakao
  8. Prise Salz
  9. 500 ml Mandelmilch
  10. 100 ml Kokosmilch
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Springform mit Backpapier auskleiden.
  2. Das Ghee in einer kleinen ofenfesten Schüssel im vorgeheizten Backofen schmelzen lassen.
  3. Die Eier trennen. Das Eiweiß sehr steif schlagen. Das Eigelb und den Zucker hell und cremig schlagen. Das geschmolzene Ghee unterrühren.
  4. Das Maniokmehl, das Kochbananenmehl, das Kastanienmehl, den Kakap und das Salz zu der Ei-Masse sieben und alles verrühren. Nach und nach die Mandelmilch und die Kokosmilch einarbeiten, bis ein ganz glatter, klümpchenfreier, recht flüssiger Teig entstanden ist.
  5. Den Eischnee grob mit einem Schneebesen unterziehen. Nicht zu lange rühren, die Eiweißflöckchen dürfen deutlich sichtbar bleiben.
  6. Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und 45-50 Minuten backen. Der Kuchen sollte in der Mitte noch leicht zittern, wenn man die Springform bewegt. In der Form vollständig auskühlen lassen, dann anschneiden und servieren.
Freiknuspern http://freiknuspern.de/

Kommentare (2)

  • Liebe Fabienne, eben habe ich Deine Rezension entdeckt und freue mich sehr darüber. Vielen lieben Dank für Dein Lob! Und ich freue mich, dass Dir geschmeckt hat, was Du ausprobiert hast 🙂 Ich habe ein bisschen auf Deinem Blog gestöbert. Sehr schöne Seite mit tollen Bildern und Rezepten :-). Lieben Gruß, Karine

    Antworten
    • Liebe Karine,
      toll, dass du auf meinen Blog gefunden hast! Ich danke dir für das schöne Buch & die vielen neuen Inspirationen. Für mich war das Thema Paleo dadurch sehr interessant & ich werde mich sicher noch öfter damit beschäftigen 🙂
      Alles Liebe, Fabienne

      Antworten

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