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Crêpes (glutenfrei und vegan)

Ein französischer Klassiker in der leckeren und allergiefreundlichen Version! Ich serviere euch Crepes, oder wie man sie auch nennen könnte: Hauchdünne Pfannkuchen. Die Crepes sind unter anderem glutenfrei, vegan, sojafrei und ohne raffinierten Zucker 🙂

 

Das heutige Rezept ist wieder mal ein klassisches Beispiel dafür, dass wir auch mit Unverträglichkeiten und Allergien nicht auf liebgewonnene Gerichte verzichten müssen! Denn ich liebe Crepes! Schon immer und für immer 😀 Am liebsten gefüllt mit Zimt und Zucker. Mehr brauche ich gar nicht für mein Frühstücksglück! Crepes gab es vor meiner glutenfreien Zeit aber nicht nur zum Frühstück, sondern auch immer auf der Kirmes oder anderen Veranstaltungen in unserem Ort! Nun ernähre ich mit seit mittlerweile fast zwei Jahren glutenfrei und habe seit her keine Crepes mehr gegessen. Könnt ihr euch das vorstellen? Welch eine Schande! Warum ich mich erst jetzt an ein Rezept für selbstgemachte Crepes traue, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es war wohl eine Mischung aus zu vielen anderen Rezeptideen und der Angst mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein. Letztendlich hat mich mein Lieblingsmensch überzeugt, mich meinem Wunsch nach Crepes nun endlich zu stellen. Ein Glück hat er das, denn ich bin überaus glücklich mit dem Ergebnis. Und es hat sogar auf Anhieb geklappt 🙂 Das Rezept ist super einfach, absolut allergiefreundlich und ruckzuck in der Pfanne gemacht! Aber mal von vorne!

Glutenfreie und vegane Crepes

Mein Papa hat vor einigen Jahren einen Crepe-Maker gekauft. Wahrscheinlich wollte er mir damals einen Gefallen tun, weil er wusste ich esse Crepes gerne und könnte sie mir ja auch mal öfter selbst machen. Damals habe ich noch nicht glutenfrei gegessen. Und ich habe dieses Gerät tatsächlich auch benutzt. Bisher exakt 2 Mal. Beide Male hat es sich als äußerst schwierig herausgestellt mit diesem Gerät gute Crepes zu backen. Ja, das ist vielleicht eine Sache der Übung, aber bei solchen Arbeiten bin ich wirklich wirklich ungeduldig. Das Ding kam also in den Schrank. Als es an die Planung für meinen glutenfreien Teig ging, habe ich dann über den Crepe-Maker nachgedacht. Da ich damals schon keine guten Erfahrungen mit dem Gerät gemacht habe, rechnete ich mir mit einem glutenfreien und veganen Teig erst recht keine großen Chancen auf einen gelungen Crepe aus. Dennoch habe ich es ausprobiert. Und sollte Recht behalten. Für mich persönlich hat das nicht funktioniert! Der Teig ließ sich nicht verteilen und letztendlich hatte ich Crepe-Kaiserschmarrn 😀 Kein zufriedenstellendes Ergebnis wie ich finde! Ich hielt mich also an eine ganz normale, gut beschichtete Pfanne!

Tipps zum Crepe ausbacken:

Die Beschichtung der Pfanne sollte sehr gut sein, umso leichter bekommt ihr den Crepe gewendet. Außerdem empfehle ich euch eine Pfanne zu nehmen, die einen etwas höheren, gerade nach oben gehenden, Rand hat. Der Crepe-Teig sollte ruhig bis zum Rand der Pfanne gehen. Sobald die eine Seite fertig gebacken ist, löst sich der Rand und ihr könnt den Teig gut wenden. Zwischendurch empfehle ich euch die Pfanne immer mal wieder vorsichtig vor und zurück zu schütteln. Die Temperatur würde ich mittig bis niedrig halten, lieber langsamer braten als, dass euch der Crepe verbrennt! 🙂 Dann ist das alles gar kein Problem, ehrlich! Ich bin bei solchen Arbeiten wie gesagt auch gerne zu ungeduldig. Aber die Crepes gehen recht schnell und das Ergebnis lohnt sich aber sowas von! 🙂 

Glutenfreie und vegane Crepes

Was dazu servieren?

Da habt ihr endlos viele Möglichkeiten! Ich habe mich in diesem Fall für ein selbstgemachtes, veganes Orangecurd entschieden. Ihr könnt aus dem Rezept auch beispielsweise ein Zitronencurd machen. Oder ihr serviert die Crepes mit einem Zimt-Zucker Gemisch. Oder mit selbstgemachtem veganem Nutella, mein Rezept dafür verlinke ich euch hier. Oder einfach Pur?! Eben so wie es euch schmeckt 🙂 Apropos schmeckt! Ich esse sie auch super gerne mit einem selbstgemachten Kräuterfrischkäse. Ich mag die Kombination aus herzhaft und süßlich sehr gerne 🙂

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

Crepes:

  • Mehl & Stärkemehl: Ich habe für den Teig Reismehl, Buchweizenmehl und Tapiokastärke verwendet. Ihr könnt auch eine universelle glutenfreie Mehlmischung verwenden! Das Buchweizenmehl bringt eine nussige Vollkorn-Note in den Teig hinein. Ihr könnt es auch durch Kastanienmehl oder Teffmehl austauschen, oder den Anteil auf das Reismehl drauf rechnen. Das Reismehl schmeckt neutral, kann aber auch durch weniger neutral schmeckende Mehle wie Buchweizenmehl, Maismehl, Kastanienmehl oder Braunhirsemehl ausgetauscht werden. Die Tapiokastärke kann durch Mais-, Reis-, oder Kartoffelstärke ersetzt werden! 
  • Süßungsmittel: Da in der Füllung in der Regel eine gewisse Süße steckt, habe ich den Crepe Teig eher neutral gehalten und nur wenig Süße verwendet. Lediglich etwa 30 Gramm Traubenzucker. Ihr könnt jedes pulverisierte Süßungsmittel eurer Wahl verwenden, Alternativen wären Xylit, Kokosblütenzucker oder Erythrit.
  • Chiasamen: Die Chiasamen sorgen in Verbindung mit Wasser für eine quellende Wirkung, die das Ei ersetzt. Die selbe Funktion haben geschrotete Leinsamen. Ihr könnt sie also auch durch Leinsamen ersetzen! Ein Ei-Ersatz Mittel würde sich ebenfalls eignen. 
  • Milch: Ich habe eine Reismilch verwendet. Ihr könnt jede Milch eurer Wahl benutzen!
  • Kokosöl: Das Kokosöl bringt einen angenehmen Geschmack in den Teig und zählt zu den gesunden Fetten. Ihr könnt anstelle des Kokosöls aber auch eine pflanzliche Margarine, wie Alsan, verwenden! 

 

Orangecurd:

  • Orangen: Anstelle der Orangen könnt ihr auch Zitronen, Limetten, Grapefruit oder andere Früchte wie Brombeeren, Himbeeren oder Erdbeeren nehmen. Wichtig ist dann nur, dass ihr lediglich den Saft der Früchte nehmt. Die Beeren müssen also püriert und passiert werden, um das Fruchtfleisch vom Saft zu trennen!
  • Reissirup: Ihr könnt auch Ahornsirup, Agavendicksaft oder andere flüssige Süßungsmittel verwenden.
  • Traubenzucker: Der Traubenzucker wird bei Fructoseintoleranz in der Regel gut vertragen. Solltet ihr darauf nicht achten müssen, könnt ihr auch Xylit, Erythrit oder Kokosblütenzucker verwenden. 
  • Pflanzenmargarine: Ich habe Alsan verwendet, ihr könntet auch beispielsweise Sojola oder eine andere pflanzliche Alternative verwenden. 
  • Milch: Ich habe Reismilch verwendet, es funktioniert allerdings mit jeder Milch eurer Wahl.
  • Stärke: Anstelle der Maisstärke könnt ihr auch Reisstärke oder Tapiokastärke verwenden. 

 

Glutenfreie und vegane Crepes

Was ist Orangecurd?

Ein Curd ist eine Art Fruchtaufstrich, welches besonders in Großbritannien weit verbreitet ist. Dort isst man es beispielsweise zu Scones, klassisch als Lemoncurd. Es hat eine Konsistenz zwischen Pudding und Marmelade. Ihr könnt es als eine Art Brotaufstrich verwenden, wie in diesem Fall der Crepes. Als Tortenfüllung eignet es sich aber auch prima. Die Früchte könnt ihr auch völlig variieren. Ich bin so ein kleiner Zitrus-Fan und halte mich daher immer an Zitrone, Limette, Orange oder Grapefruit. Aber es eignet sich prinzipiell jede Frucht, aus der ihr den Saft heraus bekommt 🙂 Ich habe es im Sommer auch schon mit Brombeeren gemacht. Das ist sowohl geschmacklich als auch optisch (durch die schöne Farbe) ein Highlight! Kurz gesagt: Ich mag Curd! 

Es gibt auf meinem Blog sogar schon ein Rezept für Orange-Curd. Dieses Mal wollte ich allerdings eine etwas andere Konsistenz erreichen, also habe ich das Rezept etwas abgewandelt. Die genauen Rezept-Angaben lest ihr aber natürlich in der Rezeptkarte 🙂 

Die Crepes schmecken auch noch zwei Tage später prima. Der Rand wird dann jedoch etwas knuspriger. Ich empfehle euch daher die Crepes nochmal kurz in der Mikrowelle oder im Ofen zu erwärmen, dann werden sie wieder schön weich! Ob zum Frühstück oder mal als Kuchen-Ersatz am Nachmittag, ich finde ja die Crepes machen sich immer toll hihi. Aber probiert es selbst aus, ich wünsche euch viel Freude dabei 🙂

Eure Fabienne

Glutenfreie und vegane Crepes

Glutenfreie und vegane Crepes

Glutenfreie und vegane Crépes, dazu veganes Orangecurd
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Crepes (für etwa 8 Stück)
  1. 1 Chia Ei (1 EL Chiasamen und 3 EL Wasser quellen lassen)
  2. Prise Meersalz
  3. Mark einer Vanilleschote
  4. 160 ml Milch (in meiner Version: Reismilch)
  5. 30 g Kokosöl
  6. 250 ml Mineralwasser
  7. 70 g Reismehl
  8. 30 g Buchweizenmehl
  9. 30 g Tapiokastärke
  10. 30 g Traubenzucker
Orangecurd
  1. Für 2 Gläser
  2. 250 ml Orangensaft und Abrieb 1 Bio-Orange
  3. 40 g Reissirup
  4. 100 g Traubenzucker
  5. 100 g Kokosmuß
  6. 120 g Pflanzenmargarine (in meiner Version: Alsan)
  7. 200 ml Milch (in meiner Version: Reismilch)
  8. 20 g Speisestärke
Zubereitung (Crépe)
  1. Chiasamen und Wasser 10 Minuten quellen lassen.
  2. Milch, Kokosöl, Vanillemark und Süßungsmittel mit der Chia-Wasser Mischung verrühren.
  3. Salz, Reismehl, Buchweizenmehl und Tapiokastärke vermengen und unter die Milch-Chia Mischung rühren.
  4. Ebenfalls das Mineralwasser unterrühren. Den Teig verrühren, bis ein homogener, leicht dickflüssiger Teig entstanden ist. Sollte der Teig zu fest sein, noch etwas mehr Milch oder Mineralwasser dazugeben.
  5. Eine Pfanne mit etwas Öl einfetten und vorheizen. Eine Kelle Teig hinein geben und sofort gut verteilen (in dem die Pfanne hin und her bewegt wird). Bei mittlerer Hitze den Crepe etwa 5-8 Minuten backen, bis er sich am Rand löst und die Oberfläche Blasen bildet. Dann vorsichtig mit Hilfe von zwei Teigschabern den Crepe wenden und weitere 5 Minuten die andere Seite ausbacken. So mit allen Crepes verfahren.
Zubereitung (Orangecurd)
  1. Saft auspressen, Schale abreiben. Etwa 4 EL Saft beiseite stellen.
  2. Die beiden Süßungsmittel mit dem Kokosmuß, dem restlichen Saft und der Pflanzenmargarine in einem Topf erhitzen. Wenn sich alles verflüssigt hat kommt noch die Milch dazu.
  3. Die 4 EL Saft mit der Speisestärke verrühren und in die Milch-Saft Mischung geben. Bei niedriger Hitze und unter ständigem Rühren wird die Masse 5-10 Minuten erhitzt, bis sie leicht eindickt. Dann direkt in luftdichte Marmeladengläser umfüllen und verschließend. Das Curd nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einiger Tage aufbrauchen.
Hinweis
  1. glutenfreies Rezept, lakosefreies Rezept, veganes Rezept, zuckerfreies Rezept, sojafreies Rezept, eifreies Rezept
  2. Hinweise für Rezeptvariationen stehen im Blogpost!
Freiknuspern http://freiknuspern.de/

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