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Vegane Crème brûlée ohne raffinierten Zucker / Nachspeise aus dem freiknuspern Weihnachtsmenü 2017

Heute rundet der Nachtisch mein diesjähriges Weihnachtsmenü ab! Ich serviere euch zum krönenden Abschluss eine vegane Crème brûlée ohne raffinierten Zucker und ohne Tofu! Das Rezept ist natürlich außerdem glutenfrei und sojafrei 🙂

 

Hach, Zeit für Nachtisch! Meine liebste Zeit bei jedem Dinner 😀 Ja, ich gehöre zu der Kategorie die gerne mal die Vorspeise oder den Hauptgang überspringen, nur um schneller zum Dessert zu kommen. Oder aber ich nehme in Kauf nach Hause zu rollen, weil ich einfach schon satt bin, aber das Dessert einfach noch essen MUSS! Ich bin also eindeutig Team Nachtisch!

Nachdem ich euch mit meiner veganen Maronencreme-Suppe und den glutenfreien und veganen Ravioli mit Kürbis-Füllung bereits die Vorspeise und die Hauptspeise meines freiknuspern Weihnachtsmenü´s geliefert habe, folgt heute also die Nachspeise! Es gibt Crème brûlée! Aber natüüürlich nicht irgendeine Crème brûlée! Das wäre ja nun auch nicht wirklich freiknuspern-tauglich. 

Meine Crème brûlée ist vegan, glutenfrei und sojafrei! Außerdem wird sie ohne raffinierten Zucker zubereitet! Und ja, wir bekommen die Kruste trotzdem herrlich knusprig und genauso wie eine perfekte Crème brûlée-Kruste sein soll 🙂

Ich gestehe hier direkt mal, dass ich vorher noch nie Crème brûlée zubereitet habe! Weder klassisch noch vegan! Doch, einmal mit Hilfe einer Fertigmischung (darf man ja fast keinem erzählen :D), aber das ist schon über 6 Jahre her. Mit der Crème brûlée verhielt es sich ähnlich wie mit meiner veganen Lebkuchen-Panna Cotta. Ich wollte sie einfach mal wieder essen. Und das ist ja nun mit Allergien nicht unbedingt einfach oder selbstverständlich. Als ich so über ein mögliches Dessert für mein Weihnachtsmenü nachgedacht habe, kam mir die Crème brûlée in den Sinn. Denn das Rezept für meine Panna Cotta habe ich euch ja bereits vor einigen Wochen verraten. Und ich wollte ja einen neuen Nachtisch, ein neues Rezept. Ein Rezept, dass mich wieder vollends begeistert und gleichermaßen auch herausfordert. Ein Rezept, welches nicht unbedingt oft in der allergiefreundlichen Version zu finden ist. Ein Rezept welches ein echter Klassiker ist.

Ja, ich wollte wiedermal ziemlich viel, aber ich bin einfach auch ein unendlicher Dickkopf was Wunschrezepte angeht. Habe ich mir das Rezept einmal in den Kopf gesetzt, muss ich das auch hinbekommen. Also stand mein Plan für den Nachtisch sehr schnell fest: Eine vegane Crème brûlée ohne Zucker sollte es werden! Bei vielen Rezepten habe ich Seidentofu in den Zutaten gefunden. Davon bin ich persönlich kein großer Fan, also sollte mein Rezept auch gleich ohne Seidentofu auskommen 🙂 

Nachdem ich mich also für mein Dessert entschieden habe, teilte ich das Ergebnis meines Dickkopf-Prozesses natürlich auch umgehend dem Lieblingsmensch mit. Wie ich euch im Beitrag zur Vorspeise und auch zur Hauptspeise ja bereits erzählt habe, gibt er gerne seinen Senf zu meinen Ideen und Rezepten. Die Vorspeise fand er geschmacklich genial, aber mit der Thematik Suppe an sich kann er sich nicht so recht anfreunden. Beim Testen der Hauptspeise hat er festgestellt, dass er die Ravioli super gerne mag, aber lieber Spinat als Füllung hätte, anstelle des Kürbisses. Ich war also gewappnet und gespannt darauf, was ihm zu meinem Nachtisch wieder alles einfiel 😀 Ihr müsst euch das wie folgt vorstellen. Ich, mit strahlenden Augen und voller Motivation, rufe ihn über Whatsapp Call an und sage „Schatz, ich weiß jetzt was es zum Nachtisch gibt!“. Er: „Na, was gibt es denn?“. Ich: „Vegane Crème brûlée ohne Zucker!“. Er: „Ich mag keinen Pudding!“. 

Himmel noch eins, ich glaube mir ist wiedermal alles aus dem Gesicht gefallen! Pudding, das ich nicht lache, was hat denn eine anständige Crème brûlée mit einem einfachen Pudding zu tun? So ein Banause 😀 Ich gebe ja zu, dass die Konsistenz vielleicht in eine entfernt ähnliche Richtung geht. Aber das Ergebnis ist ja wohl etwas völlig anderes. Sei es drum. Ich lasse mich ja in der Regel ohnehin nicht von meinen Rezeptplänen abbringen, also habe ich die Crème brûlée auch umgesetzt.

Es ging wenig später an das Testessen. Nachdem die Masse im Kühlschrank auskühlen durfte, habe ich angefangen die Zuckerkruste zuzubereiten. Da kam dann von ihm Folgendes: „Ich möchte bitte eine gaaaanz dicke Kruste, damit das schön knusprig ist über dem Pudding!“. Fein, der Herr will also die dicke Zuckerkruste, die in unserem Fall aus Kokosblütenzucker und Erythrit bestand. Den Kommentar zum „Pudding“ habe ich ignoriert 😀 Ergebnis: Er fand die Crème brûlée sehr lecker! Die Kruste war schön kross und hat durch den Kokosblütenzucker herrlich aromatisch geschmeckt. Die Konsistenz war nicht zu weich und nicht zu fest, genauso wie ich die Crème brûlée haben wollte 🙂

Ihr seht, dass ich mich bei den Rezepten durchsetze hat schon seine Berechtigung. Denn im Ergebnis schmeckt es ihm (fast) immer sehr gut, auch wenn er vorher immer etwas zu Mäkern hat!

So, nun kennt ihr es: Das freiknuspern Weihnachtsmenü 2017!

Zur Vorspeise gibt es eine vegane Maronencreme-Suppe ohne Sellerie! Dazu kombiniere ich ein glutenfreies und veganes Thymian-Baguette. 

Zur Hauptspeise stehen glutenfreie und vegane Ravioli mit einer cremigen Kürbis-Füllung auf dem Plan! Die Ravioli werden in Salbeibutter gebraten. Dazu gibt es frische Maronen, gebratenen Ofen-Kürbis und einen Klecks Joghurt.

Zur Nachspeise serviere ich als krönenden Abschluss eine vegane Crème brûlée ohne raffinierten Zucker! Die Kruste besteht aus Kokosblütenzucker und Erythrit und erhält dadurch ein ganz besonderes Aroma.

Ich hatte große Freude an den Rezeptentwicklungen und hoffe, dass ich euch die eine oder andere Inspiration für euer allergiefreundliches Weihnachtsdinner liefern konnte. 

Habt eine besinnliche Adventszeit!

Eure Fabienne

Vegane Crème brûlée ohne Zucker und Tofu
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Prep Time
30 min
Cook Time
30 min
Total Time
3 hr
Prep Time
30 min
Cook Time
30 min
Total Time
3 hr
Zutaten für 2 Personen
  1. 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  2. 250 ml veg. Sahne (in meiner Version: auf Mandelbasis)
  3. 3-4 EL Süßungsmittel (in meiner Version: Erythrit)
  4. 25 g - 30 g Speisestärke (je nach gewünschter Konsistenz)
  5. Mark von 2 Vanilleschoten
  6. kl. Prise Kurkuma
Kruste
  1. 2 EL Kokosblütenzucker
  2. 6 EL Erythrit
Zubereitung
Hinweis
  1. Die Crème brûlée sollte mindestens 3 Stunden, besser über Nacht kalt stehen, bevor die Kruste darauf gegeben wird!
  2. Speisestärke mit 3 EL der Sahne glatt rühren.
  3. Restliche Sahne mit Kokosmilch, Süßungsmittel und Gewürzen glatt rühren und erhitzen.
  4. Die Stärke-Mischung einrühren und unter Rühren köcheln lassen, bis die Masse eindickt (dauert circa 3 Minuten bei mittlerer Hitze). Die Konsistenz sollte etwas weicher sein, als Pudding!
  5. Die Crème brûlée in Gläschen füllen und für mindestens 3 Stunden fest werden lassen.
Kruste
  1. Die beiden Süßungsmittel miteinander vermengen. Da der Kokosblütenzucker bei einer zu großen Menge verbrennt, sollte das Verhältnis von Erythrit und Kokosblütenzucker 2/3 zu 1/3 sein.
  2. Das Zucker-Gemisch auf der festen Crème brûlée verteilen und mit einem kleinen Bunsenbrenner vorsichtig karamellisieren.
  3. Die Crème brûlée umgehend servieren!
Hinweis
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  2. Hinweise für Rezeptvariationen stehen im Beitrag!
Freiknuspern http://freiknuspern.de/

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