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Selbstgemachte Nudeln aus 3 Zutaten (glutenfrei, vegan) / ohne Nudelmaschine!

Mein Grundrezept für easypeasy selbstgemachte Nudeln aus drei Zutaten! Natürlich sind die Nudeln absolut allergiefreundlich und unter anderem glutenfrei, vegan, ohne Hefe und ohne Soja. Ihr könnt Farfalle aus dem Teig formen, aber sie auch für kleine Bandnudeln benutzen.

 

Ich habe Pasta selbstgemacht! Endlich! Schon lange hatte ich mir das auf meine To-Do Liste geschrieben. Einfach und lecker sollte sie sein. Ohne Nudelmaschine sollte sie funktionieren. Allergiefreundlich ist ja immer ein Grundstandard meiner Rezepte! Ich wollte also mal wieder ziemlich viel von einem Rezept 😀 Aaaaber, es hat geklappt! Ich präsentiere euch heute meine selbstgemachten Farfalle, gemacht aus lediglich drei Zutaten! Ich habe euch in Facebook und in meiner Instagram Storie für das heutige Rezept abstimmen lassen, ganz knapp lagen die selbstgemachten Nudeln vor den schwedischen Chokladbollar. Aber keine Sorge, die schwedische Leckerei folgt dann direkt nächstes Wochenende 🙂 Jetzt aber zurück zu meiner selbstgemachten Pasta!

Ihr braucht für diesen Nudelteig einfach nur Leinsamen (geschrotet), Kichererbsenmehl und Wasser. Das war´s! Klingt super, oder? Ich habe diese Zutaten beispielsweise immer zuhause. Denn besonders Kichererbsenmehl nehme ich sehr gerne für herzhafte Teige und Rezepte (ich backe auch meine Pizza mit einem gewissen Anteil an Kichererbsenmehl). Es hat einfach ein deutlich leckeres Aroma wie Maismehl, finde ich. Daher nehme ich es immer gerne dann, wenn ich gerade kein Maismehl verwenden möchte. Klar, Kichererbsenmehl hat einen leichten Eigengeschmack. Ich persönlich mag diesen Eigengeschmack aber super gerne! 

Wie ihr auf den Fotos seht, habe ich meine Pasta schlicht und einfach mit einem Basilikum-Pesto (na gut, Erbsen waren auch noch drin, ich liebe die Kombi) und frischen Tomaten serviert. Ganz klassisch und traditionell! Und das hat mir und auch den Testessern super geschmeckt! Ja, diese Pasta hat einen stärkeren Eigengeschmack als eine normale glutenfreie Nudel auf Maisbasis. Aber so schmecken sie wenigstens auch ohne Sauce köstlich! Ich habe die Nudeln auch einfach schon in etwas Salbeibutter gebraten, das war auch göttlich 🙂 Probiert euch bei der Beilage also einfach mal aus, da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Nudelmaschine? Nein!

Ich habe zwar mehrere Nudelmaschinen, auch einen Aufsatz für meine geliebte KitchenAid Artisan. Aber, ich verwende keines dieser Gerätschaften für dieses Rezept. Es reicht hier eine bemehlte Arbeitsplatte (oder eine Silikonmatte) und ein Nudelholz. Denn der Teig ist recht fest und leicht klebrig, man braucht eine gewisse Kraft um den Teig anständig ausrollen zu können. Ich habe mich daher dagegen entschieden den Teig in die Nudelmaschine zu geben. Denn hier lauft ihr Gefahr, dass der Teig reißt oder in der Maschine kleben bleibt. Mit dem selbst ausrollen habt ihr den Teig im Auge, ihr merkt wie er sich anfühlt und verhält – kurzum: Es ist besser ihn selbst auszurollen! 

Ich habe eine Silikonmatte leicht bemehlt und mein Nudelholz in Frischhaltefolie gewickelt (so bleibt nichts kleben). Dann habe ich den Teig in zwei Portionen geteilt und ihn jeweils sehr dünn ausgerollt. Zwischendurch habe ich den ausgerollten Teig auf der Matte hin und her bewegt, damit nichts unten festklebt. Dann habe ich den Teig zurecht geschnitten und Farfalle geformt.

Welche Form?

Ich habe mich für Farfalle entschieden. Aus zwei Gründen! Erstens finde ich Farfalle grundsätzlich sehr hübsch, für mich sind Farfalle eine der ästhetischsten Nudelsorten. Zweitens lassen sich Farfalle ziemlich einfach formen und hier muss auch nicht jede Nudel 1:1 so aussehen wie die andere. Daher Farfalle. Ich könnte mir vorstellen, dass der Teig auch mit kleineren Bandnudeln gut funktioniert. Ich empfehle euch aber (im Falle der Bandnudeln) die Nudeln nicht zu lang zu schneiden. Denn so lauft ihr Gefahr, dass der Teig reißt bzw. eure Nudel reißt. Eine weitere Nudelform die ich mir vorstellen könnte wären Orecchiette. Ihr wisst schon, diese runden Nudel-Scheiben die oben so ein leichtes Hütchen haben (Fabienne, 1A, das war mit Sicherheit die allerbeste Beschreibung für diese Pasta!).

Trocknen lassen?

Normalerweise lässt man selbstgemachte Pasta ja mehrere Stunden, trocknen. Um genau zu sein lässt man sie häufig bis zu 24 Stunden trocknen. Mein Rezept funktioniert getrocknet und nicht getrocknet. Ich habe die eine Hälfte des Teiges 1 Stunde trocknen lassen und die andere Hälfte 24 Stunden. (1 Stunde Trocknungszeit empfehle ich euch mindestens, sodass der Teig etwas ruhen kann!) Das Ergebnis hat mir bei beiden Varianten gefallen, ich tendiere allerdings etwas mehr zur Pasta die 24 Stunden getrocknet hat. Einfach aus dem Grund, dass die Pasta noch etwas stabiler beim Kochen war. Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied bzgl. der Kochzeit. Ist die Pasta nicht komplett durchgetrocknet braucht sie etwa 3-4 Minuten bis sie al dente ist. Habt ihr die Pasta 24 Stunden getrocknet, braucht sie 9-12 Minuten Kochzeit bis sie al dente ist. 

Ich würde vorschlagen, lasst sie einige Stunden (oder über Nacht durchtrocknen) trocknen und genießt sie dann. Sollte euch mal die Zeit fehlen oder der Hunger zu groß sein, reicht auch eine Stunde Trocknungszeit 🙂 Die genaue Kochzeit hängt übrigens immer von der Dicke eures Teiges ab!

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

  • Leinsamen: Ich habe geschrotete Leinsamen verwendet. Solltet ihr nur ganze Leinsamen zuhause haben, empfehle ich euch sie zu zerstoßen oder grob zu mahlen!
  • Kichererbsenmehl: Das Kichererbsenmehl passt aromatisch herrlich zu den Leinsamen. Solltet ihr Kichererbsenmehl nicht mögen oder vertragen, wäre Maismehl eine mögliche Alternative. Ausprobiert habe ich diese Version allerdings noch nicht, daher kann ich euch hierfür keine Garantie geben!

Ich bin innerhalb kürzester Zeit ein großer Fan dieses Rezeptes geworden. Die angegebene Rezeptmenge reicht für 2 Portionen oder eben 2 Personen. Ihr könnt das Rezept aber auch verdoppeln, dann empfehle ich euch den Teig in vier Hälften aufzuteilen und jeweils jede Hälfte einzeln auszurollen bzw. zu formen! So habt ihr nicht zu viel Teigmasse vor euch, die ihr verarbeiten müsst.

Wie immer wünsche ich euch viel Freude beim Ausprobieren 🙂

Eure Fabienne

Gesunde glutenfreie Nudeln ohne Eier (nur 3 Zutaten)
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Prep Time
1 hr
Cook Time
15 min
Total Time
2 hr
Prep Time
1 hr
Cook Time
15 min
Total Time
2 hr
Zutaten für 2 Portionen
  1. 20 g geschrotete Leinsamen
  2. 6-8 EL Wasser (nach Bedarf auch noch etwas mehr)
  3. 110 g Kichererbsenmehl
Hinweis
  1. Bitte die genauen Rezeptinformationen im Beitrag lesen!
Zubereitung
  1. Wasser und Leinsamen vermengen und für 10 Minuten ruhen lassen.
  2. Das Kichererbsenmehl dazu geben und den Teig mit der Hand verkneten. Sollte er zu trocken sein, noch 1-2 EL Wasser dazu geben, bis der Teig zusammen kommt. Sollte er zu feucht sein, noch 1-2 EL Mehl dazu geben.
  3. Den Teig für 20-30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  4. Eine Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Das Nudelholz in Frischhaltefolie wickeln.
  5. Den Teig in zwei Hälften aufteilen und jede Hälfte nacheinander dünn ausrollen (etwa 2-3mm dick).
  6. Aus dem Teig Farfalle formen. Dafür etwa 3 cm breite Streifen schneiden. Aus den Streifen jeweils 4-5cm lange Stücke schneiden (für die typische Optik mit einem Teigrädchen arbeiten). Die Stücke jeweils in der Mitte zusammendrücken. Fertig ist die Farfalle!
  7. Die Farfalle mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) auf einer bemehlten Arbeitsfläche trocknen lassen.
  8. Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und salzen.
  9. Die Farfalle kochen bis sie die gewünschte Bissfestigkeit haben.
Hinweis
  1. glutenfreies Rezept, laktosefreies Rezept, veganes Rezept, sojafreies Rezept, zuckerfreies Rezept, Rezept ohne Hefe, Rezept ohne Sellerie
  2. Hinweise für Rezeptvariationen stehen im Blogpost!
Freiknuspern http://freiknuspern.de/

Kommentare (2)

  • Guten Morgen Fabienne,

    das klingt mega. Kichererbsennudeln sind vermutlich auch nicht so ne krasse Belastung für den Blutzuckerspiegel (das ist für mich ja immer mit ein Thema). SIeht megalecker aus und das probiere ich definitiv mal aus. Wird direkt gepinnt 🙂

    Liebe Grüße aus Frankfurt,
    Corinna | http://www.schuesselglueck.de

    Antworten
    • Liebe Corinna,

      ich mag auch den Geschmack vom Kichererbsenmehl sehr gerne! Und wie du schon sagst, ich finde es ist sehr gut verträglich. Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren 🙂

      Alles Liebe,
      Fabienne

      Antworten

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