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Quarkknödel mit Schokofüllung (glutenfrei und vegan)

Heute teile ich mit euch ein allergiefreundliches Quarkknödel-Rezept! Ich präsentiere meine glutenfreien und veganen Quarkknödel mit Schokofüllung, die obendrein ohne Hefe und raffinierten Zucker auskommen 🙂

 

Es gibt solche Gerichte die mir ohne Umschweife einfallen, wenn ich an den Herbst denke. Allen voran Suppen aller Art. Aber auch Zwiebelkuchen, Gemüsepuffer und Quarkknödel dürfen im Herbst nie fehlen. Ich habe das Gefühl, dass ich mich besonders bei Herbst- und Wintergerichten kaum entscheiden kann, wenn es an Rezeptplanungen für den Blog geht. Da sprudeln die Ideen nur so aus meinem Köpfchen heraus. Liegt wohl daran, dass ich in den kalten Monaten NOCH lieber meine Zeit in der Küche verbringe, als ich das ohnehin schon das ganze Jahr über mache.

Heute präsentiere ich euch einen süßen herbstlichen Klassiker, nämlich Quarkknödel / Topfenknödel. Allerdings gibt´s die Quarkknödel bei mir in der glutenfreien und veganen Version, ist ja klar 🙂

Wie müssen Quarkknödel sein?

Als bekennendes Schokomäulchen stand für mich schnell fest, dass meine Quarkknödel eine Füllung bekommen und die muss natürlich in Form von Schokolade in die Quarkknödel wandern! Weil ich Pflaumen in den letzten Jahren wieder sehr gut vertragen habe, habe ich meine glutenfreien und veganen Quarkknödel auf einem frisch gekochten Pflaumenkompott gebettet. Das macht nicht nur optisch was her, sondern passt geschmacklich auch hervorragend zu den Knödeln!

Ich stelle mir vor einer Rezeptentwicklung oft die Frage welches Ergebnis ich mir wünschen würde. Denn manche Gerichte habe ich jahrelang nicht gegessen und gegebenenfalls kann ich mich an Konsistenzen nicht mehr richtig erinnern. Schließlich lebe ich schon das 6. Jahr mit Allergien und ernähre mich auch schon seit über 3 Jahren glutenfrei und laktosefrei. Seither standen zwar viele Klassiker aus der Zeit vor meinen Allergien und Unverträglichkeiten bereits auf meiner Liste, aber alle Gerichte habe ich bei Weitem noch nicht umgesetzt. Der letzte Genuss von Quarkknödeln, die weder glutenfrei, noch laktosefrei und / oder vegan waren, ist schon viele Jahre her. Hinzu kommt, dass ich damals oft ganz verschiedene Quarkknödel gegessen habe. Ich habe also auch damals schon ganz unterschiedliche Konsistenzen von Quarkknödeln kennengelernt. Mal waren sie super fluffig und weich, sodass sie fast schon auseinander gefallen sind. Mal waren sie bissfester und haben gleichermaßen mit einer cremig weichen Füllung überzeugt. Wie ich es drehe und wende, eine Antwort auf die für mich perfekten Quarkknödel habe ich nicht gefunden. Ich bin wohl sehr vielseitig und offen gegenüber meinen Quarkknödeln eingestellt 😀

Worauf ich eigentlich hinaus will (komm auf den Punkt, Fabienne) ist folgendes. Diese Quarkknödel haben einen etwas festeren und kompakteren Teig und dennoch überzeugen sie mich geschmacklich sehr. Denn die schokoladige Füllung ist cremig und klebrig. Das harmoniert hervorragend mit einem etwas festeren, dafür aber nicht klebrigen Teig. Ich mag es nämlich gar nicht wenn Klöße (oder auch Gnocchi) so am Gaumen festkleben. Für mich ist das Ergebnis also sehr zufriedenstellend!

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

  • Mehl und Speisestärke: Ich habe Reismehl und Speisestärke / Maisstärke verwendet. Ihr könnt allerdings sicherlich auch eine universelle glutenfreie Mehlmischung benutzen. Es kann dabei allerdings sein, dass ihr eventuell etwas mehr Quark benötigt, bis die Zutaten sich gut miteinander verbinden. Denn universelle glutenfreie Mehlmischungen haben meist einen höheren Anteil an Stärkemehl, was die Konsistenz des Teiges trockener und pudriger macht. Daher braucht ihr eventuell etwas mehr veganen Quark!
  • Süßungsmittel: Ich verwende eine sehr geringe Menge an Erythrit. Wer es süßer möchte, kann noch 1-2 EL mehr benutzen. Mir persönlich reicht diese Menge, da die Schokofüllung und der Pflaumenkompott für mich süß genug sind 🙂 Anstelle von Erythrit könnt ihr auch Xylit verwenden!
  • Grieß: Ich verwende Reisgrieß, alternativ eignet sich auch Hirsegrieß. Ob Maisgrieß / Polenta funktioniert habe ich nicht getestet!
  • Quark-Ersatz: Ich verwende eine vegane Quark-Alternative auf Sojabasis. Solltet ihr Soja nicht vertragen, könntet ihr einen veganen Joghurt auf Kokos- oder Lupinenbasis verwenden. Hier kann es allerdings sein, dass ihr eine geringere Menge an Joghurt benötigt, da die Konsistenz flüssiger ist und der Teig sonst zu weich werden könnte. Da müsstet ihr ein wenig Ausprobieren!

Typisch für mich und meine Comfort-Food-Manie passt dieses Gericht auch wieder hervorragend zu meinem herbstlichen Kredo! Ich versuche, gerade in letzter Zeit und insbesondere jetzt im Herbst, alles etwas zu entschleunigen und mir bewusster Zeit und Aufmerksamkeit für bestimmte Dinge zu nehmen. Mein Essen genieße ich gerne, das war schon immer so. Aber im Herbst genießt es sich für mich noch besser und gemütlicher. Da dürfen die Kuschelsocken, die Kuscheldecke und die heiße Tasse Tee nämlich passend zu meinen Quarkknödeln nicht fehlen!

Wie immer gilt: Unbedingt ausprobieren 🙂

Eure Fabienne

 

glutenfreie und vegane Quarkknödel mit Schokofüllung

Portionen 2

Zutaten

Quarkknödel (für ca. 12 Stück)

  • 80 g Reismehl
  • 40 g Speisestärke / Maisstärke
  • 30 g Reisgrieß
  • 250 g veganer Quark
  • 1 EL weiches Kokosöl
  • 2 EL Erythrit
  • 1 EL Chiasamen
  • 2 EL gem. Flohsamenschalen
  • 1 Vanilleschote
  • 70 g vegane Schokolade (in meiner Version: gesüßt mit Erythrit)

Pflaumenkompott

  • 9 Pflaumen
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 EL Speisestärke / Maisstärke
  • 2 Zimtstangen

Anleitungen

Quarkknödel

  1. Mark der Vanilleschote auskratzen und mit Erythrit und Kokosöl verrühren.

  2. Veganen Quark gut abtropfen lassen und durch ein sauberes Küchentuch drücken, damit er möglichst trocken wird. Anschließend zur Vanille-Kokosöl Masse geben und verrühren.

  3. Reisgrieß, Mehl, Flohsamenschalen und Speisestärke vermengen. 

  4. Chiasamen mit 3 EL Wasser vermengen und 5 Minuten quellen lassen. Anschließend unter die Quarkmasse rühren.

  5. Die trockenen Zutaten mit den Händen unter die Quarkmasse kneten. Sollte der Teig zu weich sein, noch etwas mehr Mehl hinzugeben. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.

  6. Die Schokolade fein hacken. 

  7. Jeweils 2-3 cm dicke Schneiben von der Rolle abschneiden und flach drücken. Etwas gehackte Schokolade in die Mitte geben und die Scheibe zu einer Kugel formen. Am besten mit feuchten Händen arbeiten.

  8. Einen Topf mit Wasser erhitzen. Das Wasser sollte sieden, nicht kochen! Die Knödel für etwa 15-18 Minuten hinein geben und ziehen lassen. Anschießend mit einer Schöpfkelle aus dem Topf herausnehmen.  

Pflaumenkompott

  1. Die Pflaumen entkernen und in kleine Stücke schneiden.

  2. Speisestärke mit 2-3 EL Wasser glatt rühren. 

  3. Pflaumen mit Ahornsirup und Zimtstangen bei mittlerer Hitze einkochen. Die Stärkemischung unterrühren und unter Rühren warten bis der Kompott eindickt.

  4. Quarkknödel mit Pflaumenkompott servieren! 

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