glutenfrei laktosefrei sojafrei vegan zuckerfrei

Linsenbraten mit Rotweinsoße, Kartoffelklößen und Wurzelgemüse / Hauptspeise Weihnachtsmenü 2019 (glutenfrei und vegan)

Heute serviere ich euch die Hauptspeise aus meinem allergiefreundlichen Weihnachtsmenü 2019! Der Star dieses Menüs ist mein leckerer Linsenbraten.

Als ich die Ideen für das Weihnachtsmenü 2019 gesammelt habe, hatte ich eine gaaaanz andere Hauptspeise im Sinn. Aber dann habe ich euch auf Instagram um Wünsche für ein Menü gebeten und mich hat ein Wunsch ganz besonders häufig erreicht: Eine allergiefreundliche, vegane und glutenfreie Alternative zum Weihnachtsbraten! Also habe ich die bisherigen Rezeptpläne über Bord geworfen und mich an die Umsetzung einer Bratenalternative für euch gemacht. Dabei herausgekommen ist ein köstlicher glutenfreier und veganer Linsenbraten. Dazu passend serviere ich euch noch Kartoffelklöße, eine Rotweinsoße und Wurzelgemüse aus dem Ofen.

Ich muss schon sagen, diese Hauptspeise liest sich nicht nur dekadent, sie schmeckt auch so! Ich bin total begeistert von dem Endergebnis und freue mich total darüber, dass ich so einen Linsenbraten nun mal getestet und für gut befunden habe. Ohne euren Wunsch in diese Richtung hätte ich mich zumindest dieses Jahr nicht an ein solches Gericht gewagt. Aber dank eurem Anstoß weiß ich jetzt, was ich an Weihnachten essen möchte 🙂 Ich hoffe ihr werdet genauso begeistert sein wie ich (und wie der Herzmann, der war nämlich auch ziemlich begeistert).

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

  • Linsen: Ich habe Braune Linsen für den Braten verwendet. Es sollten sich aber auch Berglinsen, Tellerlinsen, Gelbe Linsen oder auch Rote Linsen für das Rezept eignen. Je nach verwendeter Linsenart verändert sich dann lediglich die Kochzeit, bis die Linsen gar sind.
  • Sonnenblumenkerne: Um eine kleine crunchy Note in den Linsenbraten zu bekommen, habe ich gehackte Sonnenblumenkerne verwendet. Ihr könnt sie auch durch gehackte Mandeln, gehackte Haselnüsse oder gehackte Buchweizenkörner ersetzen.

Wir haben den Linsenbraten zu zweit gegessen und hatten dementsprechend noch eine gute Portion übrig. Die haben wir dann einfach eingefroren 🙂 So können wir zwischendurch in der Adventszeit nochmal ein feines Dinner genießen und zu Weihnachten werde ich den Braten dann nochmals backen und servieren.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachkochen von diesem Gang 🙂

Eure Fabienne

Veganer und glutenfreier Linsenbraten mit Kartoffelklößen, Rotweinsoße und Wurzelgemüse

Keyword glutenfreier und veganer Linsenbraten mit Klößen, glutenfreier und veganer Weihnachtsbraten, veganer Linsenbraten

Zutaten

Linsenbraten (für eine etwa 18 cm lange Kastenform)

  • 250 g braune Linsen
  • 4 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 200 g gf Haferflocken Alternativ: Hirseflocken, Buchweizenflocken, Teffflocken
  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Paprika edelsüß

Kartoffelklöße

  • 1100 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 200 g Kartoffelstärke
  • 1 EL Salz
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Pfeffer

Rotweinsoße

  • 3 Rote Zwiebeln
  • 70 g Tomatenmark
  • 2 EL Sirup der Wahl
  • 150 ml veganer Rotwein
  • 1 EL dunkler Balsamico Essig
  • 150-200 ml Mandelmilch (je nach gewünschter Konsistenz)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 3 getro. Lorbeerblätter
  • 1/2 EL Speisestärke (je nach gewünschter Konsistenz)

Wurzelgemüse

  • 6 Karotten
  • 3 Pastinaken
  • 3 Petersilienwurzeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Sirup der Wahl
  • 2 EL getrockneten mediterranen Kräutern

Anleitungen

Linsenbraten

  1. Die Linsen nach Anleitung in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Anschließend das übrige Wasser abgießen und die Linsen gut abtropfen lassen.

  2. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

  3. Die geschroteten Leinsamen mit 12 EL Wasser vermengen (3 EL Wasser pro 1 EL Leinsamen) und für 10 Minuten quellen lassen.

  4. Karotten und Petersilienwurzel fein raspeln.

  5. Glutenfreie Haferflocken fein mahlen.

  6. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in 1 TL Olivenöl glasig anbraten.

  7. Das geraspelte Gemüse dazu geben und unter Rühren für 2-3 Minuten mit braten.

  8. Das Gemüse abkühlen lassen und zu den abgekühlten gekochten Linsen geben.

  9. Das Gemüse mit den Händen verkneten, bis die Linsen zerfallen. Die Leinsamen-Wasser Mischung, die gehackten Sonnenblumenkerne und die gemahlenen Haferflocken dazu geben. Unterkneten.

  10. Die Gewürze und gehackte Petersilie dazu geben und unterkneten. 

  11. Die Masse in eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform geben und glatt streichen. 

  12. Den Linsenbraten für 50-60 Minuten backen. Wenn ihr eine größere Kastenform nehmt und der Linsenbraten dadurch flacher ist, verringert sich die Backzeit etwas, da der Braten dann ja nicht so hoch ist und dementsprechend auch schneller gar ist. 

  13. Achtung: Den Linsenbraten entweder einen Tag vorher backen und vor dem Servieren nochmal für 20-30 Minuten „aufbacken“ und dann in Scheiben schneiden. ODER den Linsenbraten 15-20 Minuten abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und die Scheiben dann warmhalten. Denn wenn der Braten noch zu heiß ist, lassen sich die Scheiben nicht so gut schneiden. Damit sie nicht zerbrechen, sollte er einen Moment abkühlen können. 

Kartoffelklöße

  1. Die Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser kochen, bis sie gar sind. Danach abschrecken und abkühlen lassen. 

  2. Wenn die Kartoffeln abgekühlt sind, können sie geschält und durch eine Kartoffelpresse gedrückt werden.

  3. Die übrigen Zutaten für die Klöße dazu geben und zu einer leicht klebrigen Masse vermengen. Etwa 10 Klöße (je nach Wunschgröße) aus der Masse formen.

  4. Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser aufstellen. Das Wasser zum Sieden bringen.

  5. Die Klöße vorsichtig hineingeben und bei mittlerer Hitze circa 45 Minuten ziehen lassen.

  6. Danach abschöpfen und servieren.

Wurzelgemüse

  1. Das Wurzelgemüse schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

  2. Mit Öl, Kräutern und vermengen und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für circa 30 Minuten im Ofen Backen. Das Gemüse sollte noch leicht bissfest sein. 

Rotweinsoße

  1. Die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden.

  2. Die geschnittenen Zwiebeln in einem Esslöffel Öl unter Rühren anschwitzen.

  3. Das Tomatenmark dazu geben und unter Rühren mitbraten für circa 3-4 MInuten. Es sollte Röstaromen bekommen 🙂

  4. Den Rotwein und den Sirup der Wahl dazu geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze reduzieren lassen. Rosmarinstängel und Lorbeerblätter dazu geben. Die Mandelmilch dazu geben.

  5. Die Hitze weiter reduzieren. Die Soße sollte circa 30 Minuten einkochen, damit sie sämiger wird und ein tolles Aroma bekommt. Am Schluss mit Balsamico Essig und Gewürzen abschmecken. Lorbeerblätter und Rosmarinstängel wieder herausnehmen.

  6. Sollte die Soße noch etwas dicker gewünscht werden, kann 1/2 EL Speisestärke mit etwa 50 ml Wasser angerührt werden und in die Soße gerührt werden. So dickt sie etwas ein. 

Kommentare (6)

  • Liebe Fabienne, so wird’s gemacht, vielen Dank! Ich war gar nicht auf die Idee gekommen, dass das Gemüse nicht wie sonst ein ganzes eigenes Blech belegt…. Wir sind Gemüsevielfutterer…???? Herzliche Grüße, Anja

    Antworten
    • Das freut mich, Anja! Lasst es euch schmecken 🙂

      Antworten
  • Liebe Fabienne,
    wir haben heute schon mal die Rotweinsauce ausprobiert und die war megalecker!!! Weihnachten wird es das gesamte Essen geben. Vielen Dank für diese – und andere – tollen Rezepte! (Mit einem veganen Linsenbraten haben wir die letzten Jahre schon super Erfahrungen gemacht.) Eine Frage bleibt aber offen: Wie bringst du gleichzeitig einen Ofenbraten und Ofengemüse auf den Tisch? Haben die beiden teilweise eine gemeinsame Garzeit im Ofen? Und wie gelingt es dann mit den Backebenen am besten?
    Gespannte Grüße
    Anja

    Antworten
    • Liebe Anja, ich freue mich das dir meine Rezepte gefallen! 🙂 genau ich schiebe das Gemüse in der Hälfte der Zeit (je nachdem wie groß es geschnitten ist) zum Braten in den Ofen. Da der Braten in einer Kastenform ist passt bei mir wunderbar noch eine Auflaufform mit dem Wurzelgemüse nebendran auf die gleiche Ebene 🙂 Liebe Grüße

      Antworten
  • Heute probiert und sooo lecker. Selbst mein Mann (68) war ganz begeistert.
    Danke für deine tollen Rezepte.
    Liebe Grüße und schöne Weihnachten
    wünscht Annette

    Antworten
    • Liebe Annette, ich freue mich riesig über dein liebes Feedback! Toll, dass ihr beide so begeistert seid. Viele Grüße und eine schöne Weihnchtszeit!

      Antworten

Schreibe einen Kommentar