Glutenfreie Pfefferkuchen
fructosearm glutenfrei laktosefrei sojafrei zuckerfrei

Schwedische Pfefferkuchen á la freiknuspern

Heute wird es knusprig, würzig, weihnachtlich und natürlich lecker! Ich habe mein Rezept für schwedische Pfefferkuchen im Gepäck – glutenfrei, laktosefrei, nussfrei und zuckerfrei 🙂

 

Es ist endlich soweit! Ich verrate euch mein Rezept für schwedische Pfefferkuchen! Wie ich zu dem Rezept gekommen bin und warum das ein klassischer Fall von „freiknuspern´s Version von..“ ist, erzähle ich euch im Beitrag 🙂 Das heutige Rezept erinnert mich zum einen an meine Kindheit und zum anderen an meinen letzten Städtetrip! Warum mich das Rezept an meine Kindheit erinnert? Ganz einfach: Kennt ihr Petterson und Findus? Die süßen Geschichten rund um den frechen Kater und den alten Mann? Ich habe die Bücher, Filme und Serien geliebt! Als schwedische Geschichte durften natürlich auch Pfefferkuchen bei dem niedlichen Duo nie fehlen. Schon seit damals wollte ich immer mal schwedische Pfefferkuchen ausprobieren!

Glutenfreie Pfefferkuchen

Dann war ich vor einigen Wochen für einen Kurztrip in Stockholm. Gemeinsam mit meinem Lieblingsmensch habe ich dieser wunderschönen Stadt einen Besuch abgestattet und mich auf die Suche nach „frei von“ Anlaufstellen gemacht. Mein Highlight war dabei die glutenfreie Bäckerei „Friends of Adam“, in der etliche Leckereien auch zusätzlich laktosefrei waren! Nachdem wir uns eifrig die Bäuche voll geschlagen hatten (Ich habe natürlich meine geliebten schwedischen Zimtschnecken verputzt), hat mich mein Lieblingsmensch noch auf ein ganz besonderes Buch aufmerksam gemacht! Denn neben etlichen hausgemachten Broten, Muffins und Keksen verkaufen die Inhaber der Bäckerei dort auch ein Backbuch, mit einigen der Rezepte aus dem Laden! Die Aufmachung des Buches und die Fotos darin haben mich sofort begeistert. Das Buch ist zwar komplett auf Schwedisch, aber ich musste es natürlich trotzdem kaufen! Zu groß war die Begeisterung! „Ich bekomme das schon übersetzt“, sagte ich eifrig zu meinem Lieblingsmensch. Bereits im Flieger nach Hause stöberte ich motiviert in dem Buch und machte mir gedanklich schon die meterlange Liste der Rezepte, die ich daraus ausprobieren möchte!

Jetzt kommen wir aber mal zu der Frage, warum das Rezept „Pfefferkuchen á la freiknuspern“ heißt. Ich glaube ich habe es bereits des Öfteren erwähnt: Ich habe einen Drang danach, stets Rezepte abzuwandeln bzw. mich nicht an ein vorgegebenes Rezept zu halten! Was sich natürlich bei einem Rezept aus einem Backbuch erstens als wenig sinnvoll und zweitens als umständlich herausstellt. So auch diesmal 😀 Diese Zutat mag ich nicht, jene Zutat möchte ich austauschen, hier ein paar Gramm weniger und stattdessen davon noch ein bisschen was. So geht das ständig! Meist bringt es meinen Lieblingsmensch (und zugegebenermaßen manchmal auch mich) zur Weißglut. Denn bei all dem Abwandeln kommt es auch mal gerne vor, dass ein Rezept nicht so funktioniert, wie ich das gerne hätte. Natürlich hätte es in der eigentlichen Form funktioniert, aber nein, ich muss ja meinen eigenen Senf dazu geben 😀 Nachdem ich also das Rezept für die glutenfreien Pfefferkuchen (auf Schwedisch übrigens „Pepparkakor“) entdeckt hatte, war sofort klar, dass ich dieses Rezept backen möchte! Nachdem ich mir fein säuberlich mit Hilfe von Dr.Google die Zutaten und Zubereitungsschritte ansatzweise übersetzt hatte, fiel mir auf, dass das Rezept zum Großteil mit Sojamehl gemacht wird. Ich persönlich bin kein großer Fan von Soja, schon gar nicht als Mehl in solchen Mengen. Ich verwende es ganz gerne in kleinen Mengen um beispielsweise ein Ei im Teig zu ersetzen, aber als „Hauptmehl“ wollte ich es nicht in meinen Pfefferkuchen haben. Mein Freund hat natürlich gedanklich bereits die Augen verdreht, als er mitbekommen hat, dass ich das gesamte Rezept schon wieder über den Haufen geschmissen und meine eigenen Pläne notiert hatte 😀 Aber ich sage euch, was dabei rausgekommen ist, ist ein oberleckeres Plätzchen-Träumchen! Das musste dann auch mein Lieblingsmensch anmerken haha!

Glutenfreie Pfefferkuchen

Glutenfreie Pfefferkuchen

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

Sirup: Anstelle von Ahornsirup könnt ihr auch Honig, Dattelsirup, Agavendicksaft, Reissirup, Zuckerrübensirup oder andere Sirup-Alternativen eurer Wahl verwenden. Aufgrund der sich verändernden Konsistenz, rate ich davon ab gänzlich auf den Sirup zu verzichten! 

Zucker / Fructose: Ich habe zusätzlich zum Ahornsirup Traubenzucker in Pulverform verwendet. Stattdessen könnt ihr auch Xylit, Erythrit, Kokosblütenzucker oder andere pulverisierte Zuckeralternativen verwenden. Für eine gänzlich fructosearme Pfefferkuchen-Version nehmt ihr statt Ahornsirup Reissirup und den Traubenzucker als pulverisiertes Süßungsmittel!

Mehl und Stärkemehl: Für meinen Pfefferkuchenteig verwende ich Maisstärke, Reismehl und Kartoffelstärke. Ihr werdet euch vielleicht über den (im Vergleich) recht hohen Stärkeanteil wundern. In diesem Fall sorgt das für eine knusprige und trotzdem weiche Konsistenz! Anstelle von Maisstärke oder Kartoffelstärke könnt ihr auch Tapioka- oder Reisstärke verwenden. Das Reismehl kann durch Teffmehl, Kastanienmehl oder Buchweizenmehl ersetzt werden! Allerdings hat Reismehl den neutralsten Geschmack dieser Mehlsorten, dadurch gehen die weihnachtlichen Gewürze geschmacklich nicht unter.

Gewürze: Im Rezept verwende ich Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken. Je nach eurem Geschmack, könnt ihr die Mengenangaben hier völlig frei entscheiden. Ich bin ein Zimt-Fan und verwende zum Beispiel daher immer mehr Zimt, als im Rezept angegeben. Anstelle der einzelnen Gewürze könnt ihr natürlich auch ein fertige Lebkuchen- oder Weihnachtsgewürz verwenden. 

Im Originalen werden die Pfefferkuchen mit einem sehr dunklen Sirup gemacht, dadurch bekommen die Pfefferkuchen ihre typische dunkelbraune Farbe. Ich habe Ahornsirup verwendet, weil er mir gut schmeckt und für mich gut verträglich ist. Das ist zwar ein dunklerer Sirup, allerdings sind meine Pfefferkuchen im Vergleich zum Original trotzdem heller geblieben. Das tut dem Geschmack natürlich keinen Abbruch, im Gegenteil: Sie schmecken köstlich! Die einzelnen Gewürze kommen sehr gut heraus. Man könnte meine Pfefferkuchen auch als eine Mischung aus Buttergebäck und Gewürzspekulatius bezeichnen! Nur eben alles in der leckeren „frei von“ – Version 🙂 Aber macht euch am besten selbst ein Bild von dem Rezept, ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Fabienne 

Glutenfreie Pfefferkuchen

Schwedische Pfefferkuchen
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Prep Time
30 min
Cook Time
14 min
Total Time
2 hr
Prep Time
30 min
Cook Time
14 min
Total Time
2 hr
Zutaten
  1. 180 g Süßungsmittel Pulverform (in meiner Version: Traubenzucker)
  2. 2 Eier
  3. 195 g dunkler Sirup (in meiner Version: Ahornsirup)
  4. 200 g Pflanzenmargarine (in meiner Version: Alsan)
  5. 160 g Maisstärke
  6. 200 g Reismehl
  7. 160 g Kartoffelstärke
  8. 20 g gem. Flohsamenschalen
  9. 2 TL Zimt (nach Bedarf auch mehr Gewürze)
  10. 1/2 TL gem. Nelken
  11. 1/2 TL gem. Ingwer
  12. 1 TL gem. Kardamom
Zubereitung
  1. Achtung: Der Teig muss über Nacht im Kühlschrank ruhen!
  2. Den Sirup gemeinsam mit der Butter und dem Süßungsmittel in einem Topf erhitzen und unter Rühren kurz blubbernd aufkochen. Anschließend vom Herd nehmen und etwa 20 Minuten abkühlen lassen!
  3. Die Gewürze mit den Mehlsorten und den Flohsamenschalen vermischen.
  4. Die Eier kurz verrühren.
  5. Die abgekühlte Butter-Sirup Mischung sowie die gemischten trockenen Zutaten zu den Eiern geben und verrühren, bis ein glatter, recht flüssiger Teig entsteht.
  6. Teig in eine saubere Schüssel umfüllen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen!
  7. Am nächsten Tag den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Arbeitsfläche mit Backpapier auslegen und leicht einmehlen.
  8. Jeweils einen Teil vom Teig abnehmen und zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 0,5-1 cm dick ausrollen. Den Teig in den gewünschten Motiven ausstechen.
  9. Die ausgestochenen Teige auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.
  10. Die Pfefferkuchen etwa 8-10 Minuten backen (je nach Dicke des Teiges).
  11. Anschließend abkühlen lassen und nach Bedarf dekorieren.
Hinweis
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  2. Hinweise für Rezeptvariationen stehen im Blogpost!
Freiknuspern http://freiknuspern.de/

Kommentare (4)

  • Hallo,
    ich habe mal wieder etwas von Dir nachgebacken – diesmal diese tollen Lebkuchen-Plätzchen. Unser Sohn hat sehr viele Nahrungsmittelallergien (z.T. mit Anaphylaxie-Risiko), sodass ich über jegliche Rezepte dankbar bin. Dieses hier finde ich klasse und die Plätzchen schmecken der ganzen Familie! Ich habe einen kleinen Beitrag auf meinem (noch sehr beginnerhaften..) Blog darüber geschrieben – ich hoffe, das ist für Dich okay. Vielen Dank für die tolle Idee!
    Viele Grüße,
    Elli (allergiealarm.wordpress.com)

    Antworten
    • Liebe Elli,
      wie schön, dass die Plätzchen bei euch allen so gut ankommen! Das ist natürlich verständlicherweise oftmals schwierig, wenn dein Sohn solch starke allergische Reaktionen aufweisen kann! Ich hoffe ich kann mit meinen Rezepten wenigstens ein Bisschen Erleichterung beim Kochen und Backen für euch schaffen! Den Artikel lese ich mir gleich mal durch, dass ist ja lieb von dir 🙂 Ganz liebe Grüße,
      Fabienne

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  • Die schauen wirklich klasse aus! Und diese niedlichen Pünktchen – das würde ich nie so hinkriegen 😀

    Antworten
    • Ich danke dir 🙂 Haha, ich trainiere aktuell meinen Geduldsfaden, da waren diese kleinen Pünktchen eine ideale Übung 😀
      Liebe Grüße,
      Fabienne

      Antworten

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