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Schwedischer „Kladdkaka“ Schokokuchen (glutenfrei und vegan)

Das August Rezept aus meiner schwedischen Rezeptserie ist ein absoluter Klassiker und zeitgleich eine süße Sünde! Eine glutenfreie und vegane Version vom typischen schwedischen „Kladdkaka“ Schokokuchen! 

 

Hui, wir haben das letzte August-Wochenende und ich komme heute erst mit dem monatlichen schwedischen Rezept um die Ecke. Nun gut, besser spät als gar nicht. Auf das heutige Rezept hat sich das Warten gelohnt, denn ich präsentiere euch heute einen echten schwedischen Klassiker in der freiknuspern-Version. Die Rede ist von dem schwedischen Schokokuchen, dessen Name so seltsam klingt wie er geschrieben wird! Richtig, ich serviere euch den schwedischen Kladdkaka! Allerdings nicht wie üblich mit dutzenden Eiern und raffiniertem Zucker, sondern (typisch freiknuspern) unter anderem glutenfrei, vegan, ohne Datteln, ohne Soja und sogar ohne den raffinierten Zucker!

Was macht den Kladdkaka aus?

Um ehrlich zu sein, habe ich den schwedischen Kladdkaka noch gar nicht sooo oft gegessen. Denn es gibt ihn in Schweden zwar sehr häufig glutenfrei und laktosefrei zu kaufen (oder Backmischungen dafür), aber das Ergebnis ist immer mit einer ganzen Menge Eiern. In dieser Menge vertrage ich Eier nicht sehr gut. Danach gehts mir und meinem Bauch tendenziell eher schlecht. Ich kann also mal so ein Stückchen von dem Kuchen essen, aber mehr als das ist dann auch erstens nicht drin und zweitens folgt die Quittung dann oft auf dem Fuße (geht dieses Sprichtwort nicht so 😀 ?). Im Sommerurlaub in Schweden haben wir allerdings einen frisch gebackenen Kladdkaka (glutenfrei und laktosefrei) entdeckt und da konnte ich dann wirklich nicht widerstehen. Auch der Lieblingsmensch hat den Kuchen mit Genuss gegessen.

Wir halten fest: Die Bezeichnung „Kuchen“ verdient sich dieses Teil eigentlich nur aus zwei Gründen. Zum einen aufgrund der Form und zum anderen aufgrund der Tatsache, dass man den Teig mit einem Schneebesen verrührt. Ansonsten handelt es sich für meine Begriffe eigentlich eher um eine riesen Praline oder um ein monströses Stück Fudge. Denn genauso ist die Konsistenz dieses Kuchens: Lauwarm ist er weich, klebrig und erinnert an die Füllung vom Lava Küchlein. Kalt ist er cremig, fester und erinnert an eine große Praline. Es ist also eine Kuchen-Fudge-Praline in der XXL Version 😀 

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

  • Mehl und Stärkemehl: Ich verwende Reismehl und Speisestärke. Ihr könnt auch eine universelle glutenfreie Mehlmischung verwenden, braucht dann aber gegebenenfalls ein Tickchen mehr Sahne, da die Stärke oft etwas mehr Flüssigkeit benötigt und Mehlmischungen tendenziell einen hohen Stärkeanteil haben.
  • Süßungsmittel: Ich verwende Ahornsirup und Xylit. Anstelle vom Xylit klappt auch Erythrit und der Ahornsirup kann durch Agavendicksaft oder Reissirup ersetzt werden. 
  • Kakaopulver: Je hochwertiger der Kakao, desto leckerer wird das Ergebnis! Nehmt gerne Rohkakao Pulver, solltet ihr es finden.
  • vegane Sahne: Ich verwende eine vegane Sahne auf Mandelbasis, ihr könnt auch Alternativen auf Soja- oder Reisbasis verwenden. Auch eine selbstgemachte pflanzliche Sahne auf Cashewbasis sollte funktionieren.

Zwei Dinge möchte ich anmerken. Erstens, im Originalen kommt dieser Kuchen auch meist ohne Schokolade aus und wird „nur“ mit Kakao hergestellt. Schokoladig schmeckt er allemal und Kalorien hat das Ding auch ohne Schokolade genug. Apropos Kalorien, das bringt mich zum zweiten Punkt den ich anmerken möchte. Ja, ich verzichte auf den raffinierten Zucker. Einfach weil ich ihn nicht sooo gut vertrage und mich alternative Süßungsmittel geschmacklich überzeugen. Außerdem sind sie vielleicht ein Tickchen gesünder. Aber gesund oder gar kalorienarm ist diese Leckerei trotzdem nicht! Die ist einfach lecker, allergiefreundlich und dekadent. Das reicht mir für´s erste 😀

Weitere schwedische Rezeptideen

Wer gerne weitere schwedische Rezepte ausprobieren möchte, der kann sich ja mal durch die bisher hier gesammelten schwedischen Leckereien stöbern 🙂

Bevor ich euch allerdings durch die anderen schwedischen Leckereien probiert, backt ihr erstmal schleunigst dieses kleine und dekadente Schokoträumchen, ja?

Ich wünsche euch viel Spaß dabei, lasst es euch schmecken 🙂

Eure Fabienne

glutenfreier und veganer schwedischer Kladdkaka Schokokuchen


Portionen 4

Zutaten

Für 1 mittelgroße Tarteform (ca. 24cm Durchmesser)

  • 150 g Reismehl
  • 70 g Speisestärke
  • 150 g pflanzliche Butter
  • 50 g Kakaopulver
  • 170 g Xylit Zucker
  • 3 EL Ahornsirup
  • 150 ml pflanzliche Sahne

Anleitungen

  1. Den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 

  2. Die Tarteform einfetten (bestenfalls eine Form mit Hebeboden verwenden).

  3. Pflanzliche Butter, Sahne und Ahornsirup bei mittlerer Hitze in einem Topf verflüssigen. 

  4. Mehl, Stärkemehl, Kakao und Xylit vermengen.

  5. Die flüssigen Zutaten zu den trocken Zutaten geben und mit einem Kochlöffel verrühren bis ein zähflüssiger Teig entsteht.

  6. Die Masse in die Form füllen und für circa 18-22 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von der gewünschten Konsistenz ab. Der Kuchen ist lauwarm sehr klebrig und weich, gut durchgekühlt wird er fest und cremig!

Kommentare (2)

  • Hallo kann das Reismehl ersetzt werden? LG Anna

    Antworten
    • Liebe Anna,

      schau mal im Beitragstext selbst, ich erwähne immer wie man Rezepte anwandeln kann 😉
      Solltest du keine Mehlmischung verwenden wollen, wäre Teffmehl oder Buchweizenmehl in Kombination mit der Speisestärke sicher der beste Ersatz.
      Viele Grüße,
      Fabienne

      Viele Grüße,
      Fabienne

      Antworten

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