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Schwedische Pfefferkuchen Reloaded (glutenfrei und vegan)

Ich teile heute ein Rezept für glutenfreie und vegane schwedische Pfefferkuchen mit Euch! Dieses Rezept ist mein monatiges schwedisches Rezept und gleichzeitig der Beginn der Weihnachtssaison 2018 🙂

 

Yaaaay, ich läute heute offiziell die Weihnachtssaison 2018 auf freiknuspern ein. Mag für den einen oder anderen von Euch vielleicht etwas überpünktlich sein, für mich ist es aber fast schon spät. Denn ab 1. November laufen die Uhren im Hause freiknuspern jedes Jahr ein wenig anders. Denn ab diesem Tag beginnt es in meinem Kopf weihnachtlich zu werden! Ob ich nun schon in Weihnachtsstimmung bin oder nicht spielt keine Rolle 😀 Das ist mein persönliches Pflichtprogramm! Mein Kopf hat dann einfach weihnachtlich zu werden, ob er will oder nicht. Gut, meistens will er, aber selbst wenn er nicht wollen würde, er hätte keine andere Wahl!

Auf der Suche nach eifreien Pfefferkuchen

Die Weihnachtssaison 2018 eröffne ich heute mit meinem monatlichen schwedischen Rezept. Denn es gibt Pfefferkuchen und zwar in einer überarbeiteten Version. Denn ziemlich genau vor 2 Jahren habe ich das erste mal glutenfreie Pfefferkuchen hier auf freiknuspern mit euch geteilt. Damals waren sie zwar auch schon laktosefrei, nicht aber vegan. Denn damals habe ich Eier noch besser vertragen, als ich es heute tue. Keine Frage, das Rezept von damals ist nach wie vor super! Aber ich wollte mich trotzdem nochmal an einem eifreien und damit auch veganen Rezept probieren. Ich habe mittlerweile eine beachtliche Anzahl an schwedischen glutenfreien Magazinen und auch Büchern. Ich muss einfach immer welche kaufen, wenn ich den Herzmann in Stockholm besuche. Als ich so über meine Idee der glutenfreien UND veganen Pfefferkuchen nachgedacht habe, kam mir der Gedanke mal in einem meiner diversen Magazine zu stöbern. Dieses Stöbern sieht dann zwar eher so aus, dass ich mit Google Übersetzer diverse Rezept übersetze, aber solange ich letztlich fündig werde nehme ich diese Mühe gerne in Kauf 😀 Ich bin also bei meinem Stöbern über ein Rezept gestolpert, was sich als Ausgangsbasis für das heutige Rezept herausgestellt hat. Denn die Zutatenliste klang plausibel, abwandlungsfähig und (am wichtigsten im heutigen Fall) eifrei! 

Was sind eigentlich Pfefferkuchen?

Ich verbinde Pfefferkuchen ja nach wie vor mit Pettersson und Findus. Mein Gott, was habe ich diese schönen Geschichten rund um den alten, leicht verwirrten Herr und den frechen Kater früher geliebt. Ach, was rede ich da, ich liebe diese Geschichten noch immer! Schon früher zählten die schwedischen Geschichten zu meinen absoluten Lieblingen. Pettersson und Findus, Pipi Langstrumpf, Michel (oder wie er im Original heißt „Emil“) aus Lönneberga – für mich gab es früher fast nichts Tolleres.

Schon witzig, dass ich heute auch auf emotionaler Ebene so einen großen Bezug zu Schweden bekommen habe. Seit nun mehr 1 1/2 Jahren bin ich regelmäßig in Stockholm um den Herzmann zu besuchen. Sobald ich dort ankomme, schlägt mein Pettersson & Findus, Pipi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga – Herzchen gleich wieder höher. Einfach weil mich so vieles stets an meine geliebten Geschichten aus der Kindheit erinnert.

So eben auch die Pfefferkuchen. Mensch Fabienne, das war ja wieder eine enorm lange Einleitung um endlich auf den Punkt zu kommen! Pfefferkuchen sind für mich knusprige und würzige Ausstechplätzchen. Aber wahrscheinlich gibt´s dazu, wie so oft, verschiedene Ansichten und Meinungen. Ich für meinen Teil habe sie stets als Ausstechplätzchen gesehen und getestet. Daher sind Pfefferkuchen für mich auch nicht gleichzusetzen mit Lebkuchen. Ich differenziere da ganz deutlich. Denn Lebkuchen sind für mich weich und saftig, während Pfefferkuchen würzig und knusprig sind. 

Hinweise für Rezeptvariationen (allergieentsprechend):

  • Mehl und Stärkemehl: Ich habe mich an die Zutaten aus dem Originalrezept gehalten. Daher weiß ich nicht ob und mit welchen Mehlen das Rezept noch funktionieren könnte. Im Originalrezept werden Reismehl und Kartoffelstärke verwendet. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kartoffelstärke auch durch Maisstärke ersetzt werden kann. Ob und wie man das Reismehl ersetzen kann, weiß ich allerdings nicht. 
  • Sirup: Ich verwende Ahornsirup. Stattdessen sollte aber auch Agavendicksaft oder Reissirup funktionieren. 

Weitere schwedische Rezeptideen

Wie immer wünsche ich euch viel Freude beim Ausprobieren dieses Rezeptes!

Eure Fabienne

glutenfreie und vegane Pfefferkuchen

Zutaten

  • 130 g Reismehl
  • 90 g Kartoffelstärke
  • 10 g gem. Flohsamenschalen
  • 1 EL Zimt
  • 1 EL gem. Ingwer
  • 1/2 EL gem. Kardamom
  • 1/2 TL gem. Nelken
  • 60 g Ahornsirup
  • 120 g Erythrit
  • 90 g weiche Butter (vegan)
  • 80 g Sahne (vegan)

Anleitungen

  1. Hinweis: Der Teig sollte über Nacht im Kühlschrank ruhen, bevor er weiterverarbeitet wird!

  2. Sahne, weiche Butter, Erythrit, Sirup und Gewürze gründlich miteinander verrühren.

  3. Trockene Zutaten vermengen.

  4. Trockene Zutaten unter die nassen Zutaten kneten, bis eine glatte Teigkugel entsteht. Diese in Folie einpacken und im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.

  5. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit feuchten Händen nochmals gut durchkneten, bis er wieder weicher wird und sich gut ausrollen lässt. Das kann einige Minuten dauern. Gegebenenfalls nochmal 10 g weiche Butter dazu geben damit der Teig wieder geschmeidig wird. 

  6. Ein Nudelholz mit Frischhaltefolie einwickeln und den Teig ausrollen. Der Teig sollte möglichst dünn ausgerollt werden, damit die Pfefferkuchen auch wirklich knusprig werden!

  7. Die Pfefferkuchen ausstechen und vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

  8. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

  9. Die Pfefferkuchen für 7-10 Minuten backen, gegebenenfalls mit Alufolie abdecken. Je dünner die Pfefferkuchen ausgerollt werden desto knuspriger werden sie und desto kürzer ist die Backzeit!

  10. Hinweis: Die Pfefferkuchen kommen teilweise noch etwas weicher aus dem Ofen und härten nach dem Abkühlen aus. Ich habe die Pfefferkuchen in einer nicht ganz luftdichten Box einige Tage "ziehen lassen". Dadurch wurden sie nach 3-4 Tagen so knusprig, wie ich es gerne habe!

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